Die Wasserqualität

Aktualisiert: 15. Juni 2017

Es ist eines der wenigen Lebensmittel, bei dem man nicht auf die Kalorienzahl achten muss: das Trinkwasser aus der Leitung. Ob als Durstlöscher für zwischendurch, als Wasser für den Tee oder den Kaffee oder zum Kochen – das Leitungswasser ist in deutschen Haushalten eine Allzweckwaffe und immer schnell und kostengünstig zu beziehen. Doch woran erkennt man die Wasserqualität des Leitungswassers und welche Faktoren beeinflussen diese Wasserqualität? Woher kommen etwaige Fremdkörper in unserem Wasser und wie lassen sie sich wieder beseitigen?

Bekannt für eine gute Wasserqualität?

Das deutsche Leitungswasser ist international bekannt für seine hohe Qualität. Dies liegt unter anderem an umfangreichen Schutzmaßnahmen für das Trinkwasser und deren regelmäßiger Kontrolle. Sie werden durch die im Mai 2001 erlassene Trinkwasserverordnung gewährleistet.

Dort wurden Schutzbestimmungen für das deutsche Trinkwasser gemäß EU-Richtlinien bestimmt, um dem menschlichen Verbraucher den Verzehr von Leitungswasser überall in Deutschland bedenkenlos zu ermöglichen. Aber auch trotz dieser Schutzmaßnahmen gelangen immer wieder Schadstoffe in das Leitungswasser deutscher Netzwerke. Ihre Konzentration überschreitet in der Regel zwar nicht festgelegte Grenzwerte, dennoch können diese Schadstoffe und Fremdkörper in gewissen Fällen in der Lage sein, bei Kleinkindern und Babys Unwohlsein hervorzurufen.

Welche Stoffe sind hier zu nennen?

Ein Beispiel hierfür sind Schwermetalle wie Blei und Kupfer, welche in manchen schlecht sanierten Wohnhäusern in erhöhter Konzentration aufzufinden sind. Bis zum Jahre 1960 wurden hauptsächlich Bleirohre als Hauswasserleitungen verwendet. Und noch immer finden sich solche Bleirohre in dem einen oder anderen Haushalt. Auch Kupferrohre können bei unzureichender Pflege bzw. bei fehlender Sanierung zu viel Kupfer an das Leitungswasser abgeben.

Gegenmaßnahmen können ergriffen werden

Vermieter sind daher laut der Trinkwasserverordnung zur Verbesserung der Trinkwasserqualität dazu verpflichtet, regelmäßige Sanierungen der Hauswasserleitungen vorzunehmen, um ihre Mieter vor Schwermetallen im Leitungswasser zu schützen. Wichtig bei Kupferrohren ist zudem deren ausreichende Kalkschicht auf der Innenseite, welche sich nur bei einem balancierten Kalk-Kohlensäure-Verhältnis bilden kann und vor dem Eindringen des Kupfers in das Wasser schützt. Die Wasserwerke sind dazu verpflichtet, dieses Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht regelmäßig zu überprüfen. In kalkarmen Gegenden kann das Grundwasser zu aggressiv werden und eine Bildung der Kalkschutzschicht verhindern.

Ein Grenzwert für Asbest?

Eine weitere Belastung für das Leitungswasser, welches übrigens zu über 60 Prozent aus Grundwasser, zu circa 30 Prozent aus Oberflächenwassern wie Seen oder Flüssen und zu circa 10 Prozent aus Quellwasser besteht, stellt laut manchen Experten Asbest dar. Bis zum Jahre 1990 bestanden große Wasserleitungsrohre des öffentlichen Versorgungsnetzes häufig aus Asbestzement. Auch heute noch existieren im deutschen Leitungsnetz Asbestzementrohre, welche Asbest an das Leitungswasser abgeben können. Dies wurde vom Fraunhofer-Institut für Toxikologie für mehrere deutsche Großstädte nachgewiesen. Asbest kann in erhöhter Konzentration eine krebserregende Wirkung haben. Allerdings ist in der deutschen Trinkwasserverordnung kein Grenzwert für Asbest aufgelistet.

Für lauwarmes Wasser besteht die Gefahr der Bildung von Legionellen. Diese können die lebensgefährliche sogenannte Legionärskrankheit auslösen. Allerdings lässt sich der Gefahr der Vermehrung von Legionellen in Warmwasserleitungen dadurch entgegentreten, dass die Betriebstemperatur des Trinkwassererwärmers bei circa 60 Grad liegen sollte. Unter 50 Grad können sich Legionellen in gefährlicher Anzahl vermehren. Deswegen lohnt sich ein Hauswasserfilter Vergleich um sich davor zu schützen

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Zu wenig Verbraucher!

Eine Gesundheitsgefährdung geht auch vom sogenannten Stagnationswasser aus. Davon spricht man dann, wenn das Wasser auf seinem Weg von der Quelle bis zur Entnahme in den Leitungen länger als vier Stunden still gestanden hat. Während eines solchen Stillstandes kann sich aufgrund von bio-chemischen Prozessen ein sogenannter Biofilm bilden, in dem sich Keime sammeln und vermehren können. Stagnationswasser sollte deshalb nicht als Trinkwasser zum Endverbraucher gelangen. In bevölkerungsarmen Gegenden wie z.B. in manchen Gebieten Ostdeutschlands muss das Wasser immer wieder in Bewegung gebracht werden, da es von zu wenigen Endverbrauchern genutzt wird.

Zusammenfassend sei gesagt

Alles in allem ist das deutsche Leitungswasser bzw. die Wasserqualität dennoch relativ keimfrei und schadstoffarm. Dennoch lässt sich das Wasser noch weiter aufbereiten und verbessern, beispielsweise durch spezielle Wasserfilter wie Nanofiltrationsanlagen oder Osmoseanlagen, so zeigen diverse Wasserfilter Test das auf. In solchen Anlagen wird das Leitungswasser von unerwünschten Keimen und Schadstoffen gereinigt.

Bei der sogenannten Umkehrosmose, so liest man in einem beliebigen Umkehrosmose Test, wird beispielsweise durch Wasserdruck das Leitungswasser durch eine Membran mit sehr kleinen Poren gedrückt. Dadurch können grobe Verunreinigungen entfernt werden. Auf der einen Seite der Membran ist nun das gesäuberte Wasser, auf der anderen Seite das verschmutzte Leitungswasser, welches durch den Abfluss ablaufen kann. Ein zusätzlicher Aktivkohle-Filter kann organische Verbindungen wie Pestizide oder Lösungsmittel entfernen. Bei der Umkehrosmose mit Aktivkohle-Filter wird keine Elektrizität verwendet, sondern mit Wasserdruck gearbeitet. Somit kann kostengünstig eine gute Wasserqualität, ähnlich destilliertem Wasser erzeugt werden.

Durch Destillation wird das Wasser bis zum Kochen erhitzt und zur Verdampfung gebracht. Der Wasserdampf wird aufgefangen und abgekühlt, bis er wieder zu kondensieren beginnt. Auf diese Weise können Schadstoffe wie Salze oder Metalle und Keime aus dem Wasser entfernt werden. Dieser Vorgang ist jedoch zeitintensiv und aufwendig, da er mehrmals wiederholt werden muss, um eine wirklich reine Wasserqualität zu erreichen.

KDF-Filter reinigen das Leitungswasser mit Hilfe einer elektrochemischen Reaktion, welche auf dem Prinzip der „Redox-Reaktion“ basiert. Es werden dabei schädliche Stoffe durch Kupfer und Zink in ungefährliche Substanzen umgewandelt.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Wasserqualität in deutschen Leitungssystemen überwiegend als hochwertig anzusehen ist. Dennoch lässt sich mit Hilfe von Filtersystemen ein noch reineres Wasser herstellen. Na dann Prost!

Inhaltsverzeichnis
  1. Bekannt für eine gute Wasserqualität?
  2. Welche Stoffe sind hier zu nennen?
  3. Gegenmaßnahmen können ergriffen werden
  4. Ein Grenzwert für Asbest?
  5. Zu wenig Verbraucher!
  6. Zusammenfassend sei gesagt
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