Sicherstellung der Trinkwasserhygiene in Gebäuden

Aktualisiert: 16. August 2017

Grundsätzlich zeichnet sich das deutsche Trinkwasser durch eine hohe Qualität aus. Allerdings liest man immer wieder von gefährlichen Keimen im Nutz- und Trinkwasser von Gebäuden. Diese können nicht nur von außen eingetragen werden, sondern können auch durch Defekte oder Verschmutzungen im Leitungswassersystem der Gebäude entstehen. Deshalb ist sauberes Leistungswasser nicht nur eine Angelegenheit der Wasserversorger, sondern auch der Hauseigentümer.

Negative Einflüsse auf die Wasserqualität in Gebäuden

Trotz einer sorgfältigen Aufbereitung ist das Leitungswasser nicht völlig keimfrei. Defekte und ungünstige Bedingungen im Leitungswassersystem von Gebäuden können dazu führen, dass sich die wenigen im Wasser vorhandenen Keime exponentiell vermehren. Ein großes Gefahrenpotenzial ist im stehenden Leitungswasser zu sehen. Wird das Leitungswassersystem über eine längere Zeit hinweg nicht genutzt, können sich mikrobielle Ansammlungen von der Rohrinnenoberfläche in das stagnierende Wasser übertragen. So entsteht ein gefährlicher Nährboden für Keime aller Art. Keime gedeihen bekanntermaßen in einem feucht-warmen Umfeld besonders gut. Deshalb sollte die Temperatur in Warmwasserleitungen 55 Grad und in Kaltwasserleitungen 25 Grad nicht übersteigen. Mit einer geeigneten Dämmung lässt sich dies leicht verhindern. Wie sich dies in Gebäuden konkret umsetzen lässt, kann man auf haus-xxl.de erfahren.

rohrleitungen-vor-hauswasserfilter

Wie lässt sich die Trinkwasserhygiene verbessern?

Es gibt noch weitere Maßnahmen, mit denen man zur Verbesserung der Trinkwasserhygiene in Gebäuden beitragen kann. Sehr zu empfehlen ist der Einbau von Ringleitungen. Diese führen die Leitungssysteme von Abnehmer zu Abnehmer und anschließend zurück zur Hauptleitung. Wird eine Entnahmestelle geöffnet, kommt das gesamte Leitungssystem in Fluss. Das Trinkwasser wird so in kurzer Zeit komplett ausgetauscht und Stagnation wird vermieden. Bei Ringleitungen sind zudem die Druckverluste geringer als bei den herkömmlichen Leitungen. Bei Neubauten und Sanierungen lohnt es sich außerdem, Gedanken über das Material der Wasserleitungen zu machen. Das Material sollte nicht nur beständig sein, sondern auch wenig Ablagerungen und Korrosionsprodukte an das Wasser abgeben. Gute Ergebnisse lassen sich mit Kunststoff, Edelstahl und Kupfer erzielen. Wasserleitungen aus qualitativ hochwertigen Materialien erkennt man an den Gütesiegel RAL und dem Prüfzeichen DVGW.

Wartung der Trinkwasseranlage und Vorbeugung bei der Wassernutzung

Hausbesitzer sollten die Trinkwasseranlage ihres Gebäudes in regelmäßigen Abständen warten lassen. Dazu gehören die Reinigung des Wasserspeichers, der Boiler sowie die Prüfung der Wassertemperatur an allen Wasserentnahmestellen. Außerdem sollte der hinter dem Wasserzähler befindliche Hauswasserfilter gewechselt werden.

Prävention kann man aber auch bei der Wassernutzung betreiben. Beispielsweise wird vom Umweltbundesamt empfohlen, Wasser, welches länger als vier Stunden in den Leitungen gestanden hat, abzukochen bzw. es nicht zum Kochen oder Trinken zu verwenden. Um sicher zu gehen, kein Stagnationswasser zu nutzen, kann man den aufgedrehten Wasserhahn einige Zeit laufen lassen. Frischwasser lässt sich an der kühleren Temperatur leicht vom Stagnationswasser unterscheiden. Mit diesen Hinweisen lässt sich die Trinkwasserqualität in Gebäuden gezielt überwachen und verbessern sowie das Risiko von Keimbefall minimieren. Mit einem Umkehrosmose Test können Sie weitere Vorkehrungen für ein sicheres Trinkwasser treffen.

Inhaltsverzeichnis
  1. Negative Einflüsse auf die Wasserqualität in Gebäuden
  2. Wie lässt sich die Trinkwasserhygiene verbessern?
  3. Wartung der Trinkwasseranlage und Vorbeugung bei der Wassernutzung
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